
Long-Yun Cam
Basketball-Coach aus Berlin. Mein Weg hat spät begonnen – und genau das prägt, wie ich heute trainiere und weitergebe.
Ein Weg
Ich habe vergleichsweise spät mit Basketball begonnen – mit 18 Jahren. In einem Alter, in dem viele ihre sportliche Zukunft bereits festgelegt haben, gab es für mich kaum Perspektiven im leistungsorientierten Bereich.
Von Anfang an wurde mir oft gesagt, ich sei „zu alt“ oder „zu klein“, um es im Basketball weit zu bringen. Doch anstatt mich davon beeinflussen zu lassen, habe ich mich auf das konzentriert, was ich kontrollieren konnte: meine eigene Entwicklung.
Ohne ein klares Ziel vor Augen habe ich einfach jeden Tag hart gearbeitet. Ich habe trainiert, weil ich besser werden wollte – nicht, weil mir jemand einen Weg vorgegeben hat. Mit der Zeit habe ich Fortschritte gesehen, und genau in diesem Moment entstand zum ersten Mal die Frage: Wie weit kann ich es eigentlich schaffen?
Da ich zu Beginn keinen Trainer hatte, der mir Struktur, Führung oder einen klaren Plan geben konnte, habe ich mich intensiv mit Individualtraining beschäftigt. Ich habe viel selbst ausprobiert, analysiert und oft mehrmals täglich trainiert. Dieser Prozess hat nicht nur mein Spiel geprägt, sondern auch mein Verständnis für Training und Entwicklung.
Irgendwann habe ich begonnen, andere Spieler in meine Workouts zu integrieren – ohne zu wissen, dass genau das der Start meiner Trainerkarriere war.
Im weiteren Verlauf habe ich für verschiedene Vereine in der 1. Regionalliga gespielt und mich parallel kontinuierlich als Trainer weiterentwickelt. Ein prägender Meilenstein war meine Zeit in den USA nach dem Corona-Jahr, wo ich mit einem NBA Skills Coach gearbeitet habe. Dort durfte ich College-, Highschool- und NBA-Spieler auf wichtige Karriereschritte vorbereiten, unter anderem auf den NBA Pre-Draft.
Diese Erfahrung hat mir eine völlig neue Perspektive gegeben. Die Trainingskultur in den USA ist geprägt von Professionalität, Klarheit und einem hohen Anspruch an Entwicklung – sowohl auf als auch neben dem Feld.
Meine Mission
Meine Mission ist es, genau diese Trainingskultur auch hier weiterzugeben und aktiv mitzugestalten.
Ich möchte Athletinnen und Athleten – insbesondere junge Spielerinnen und Spieler – nicht nur dabei helfen, sportlich besser zu werden, sondern ihnen Werte und Prinzipien mitgeben, die weit über den Basketball hinausgehen.
Ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit ist Respekt – gegenüber dem Spiel, dem eigenen Weg, Mitspielerinnen und Mitspielern sowie sich selbst. Gleichzeitig lege ich großen Wert auf gesundes Selbstbewusstsein. Athletinnen und Athleten sollen lernen, an sich zu glauben, Verantwortung zu übernehmen und mit Überzeugung aufzutreten – ohne dabei den Respekt zu verlieren.
Viele trainieren hart, aber ohne klare Richtung. Ich habe diesen Weg selbst erlebt. Deshalb ist es mir heute besonders wichtig, Struktur zu geben, Orientierung zu schaffen und Entwicklung bewusst zu steuern.
Ich stehe für:
Ich möchte Athletinnen und Athleten zeigen, wie sie lernen, Verantwortung für ihren eigenen Weg zu übernehmen, sich Ziele zu setzen und konsequent darauf hinzuarbeiten – unabhängig davon, was andere sagen oder erwarten.
Denn am Ende entscheidet nicht, wo du startest, sondern wie konsequent du deinen Weg gehst.
Mein Weg
Einstieg Basketball
Spätbeginn mit 18 – „zu alt“, „zu klein“. Fokus auf eigene Entwicklung.
Individualtraining
Ohne Trainer: selbst Struktur schaffen, mehrmals täglich trainieren.
Erste Spieler
Andere in Workouts einbinden – unbewusst Start der Trainerkarriere.
Regionalliga
Spielerfahrung in der 1. Regionalliga, parallel Weiterentwicklung als Trainer.
NBA Skills Coach
Nach Corona: Arbeit mit College-, Highschool- und NBA-Spielern, u. a. Pre-Draft.
HOOPKULTUR
Trainingskultur hier leben: Struktur, Respekt, langfristige Entwicklung.